Das Spiel mit den Farben

Vielleicht wisst Ihr inzwischen schon, dass ich ziemlich farbfanatisch bin und es mir große Freude macht fehlende Farben zu kreieren. Das kann mitunter sehr frustrierend sein, wie ich heute wieder einmal feststellen musste.

Ich finde die Violetttöne der Copics ausgesprochen unbefriedigend. Fast kein Ton passt zum anderen – einen schönen Verlauf zu schaffen, gleicht einer Unmöglichkeit. Also habe ich mich ans Werk gemacht und versuchte dieses Defizit auszumerzen.

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Mit meinen üblichen Mischungsverhältnissen bin ich bei diesen starken Unterschieden „komplett eingefahren“. Die dunkleren Töne sind so dominant, dass 1,5 ml vom dunkleren Ton und 2,0 ml vom helleren zu kaum einer Abweichung vom dunkleren Ton führt (siehe V0601, RV67, RV64). Dementsprechend  muss ich diese Farben alle neu machen und 18€ sind zum Fenster rausgeworfen. Dafür wurde die Mischung R89 (1,5 ml) und RV29 (2,0 ml) zu einer wunderschönen Farbe! Sie passt perfekt ins Farbschema und ich bin echt verliebt! Auch die Entdeckung RV69 und RV19 als Verlauf zusammenzunehmen ist gelungen und sieht meiner Meinung nach noch viel besser aus, als das originale RV69, RV66, RV63 – das ab RV66 plötzlich blaustichig wird. Selbst mit selbstgemischten Zwischenstufen wird es nicht viel besser. Dass sich der Farbton ändert ist leider auch so bei dem Verlauf „Violett (blau)“, den ich jetzt nochmals umgestalten werde. V09 + V0915 sieht großartig aus, dann käme die V15, die dann schon einen sehr warmen Grundton hat, und bei der V12 ist dann offensichtlich rötlich. Also muss ich von der V0915 ausgehend Blender dazumischen, um einen konsistenten Gradient zu fabrizieren. Vielleicht bekomme ich dann endlich mal die Blasslila, die ich mir schon lange wünsche. Blöd, dass mir schon wieder die Leermarker ausgegangen sind…

Auf jeden Fall habe ich mir mal die Mischungsverhältnisse als „Formel“ aufgeschrieben:

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Na ja, ich werde sicher weiterprobieren auf der Jagd nach dem perfekten Farbverlauf!

Aber ich bin diese Woche tatsächlich auch  mal zum Kolorieren gekommen:

Und mit den Vatertagsgeschenken sind wir auch weitergekommen:

Dafür habe ich mir aus dem Internet Impressionen geholt und den Kindern dargelegt. Mit Acrylfarbe in Weiß grundieren und dann die Außenseite nach Interesse gestalten. Ich habe noch zusätzlich ein Malerband verwendet, um den Topfrand sauber anmalen zu können. Zum Tupfen kleiner Punkte Wattestäbchen und für große Punkte Stupfpinsel verwenden.

So, dann wünsche ich Euch noch ein wunderbares Pfingstwochenende!

Muttertagskarte Soo sehr lieb‘ ich dich!

So, beim Fadenbild sind wir auf dem besten Wege zur Fertigstellung. Jetzt fehlt noch eine passende Karte. Im Internet wurde ich hier fündig und habe die Idee so süß gefunden, dass ich sie nach meinen Vorstellungen abgewandelt habe. In der Anleitung habe ich zwei Farben für die Banderole, weil die pinke Version mein Test war. Die Weiße ist dann die finale Version. Im Nachhinein finde nämlich, dass weiß in diesem Fall besser aussieht, weil dann die Kinder die Hände in allen Regenbogenfarben aussuchen können und es passt dazu. Bei Rosa ist das so eine Sache. Außerdem lassen sich die Klebestellen besser biegen und das ist auch wichtig! Ich bin gespannt, ob das was wird! Da sind einige schwierige Teile dabei mit dem ganzen Gebiege!

Muttertagskarte Soo sehr (23) Kopie

Sooo fest lieb‘ ich Dich! Danke, dass es Dich gibt und Du immer für mich da bist!

Material:

Anleitung:

  1. Streifen wunderschön ausschneiden und schon in der richtigen Reihenfolge auflegen.
  2. Hinter der gestrichelten Linie UHU-Stick auftragen.
  3. Papierstreifen ankleben: Achte darauf, dass die Strichelung nicht mehr sichtbar ist!
  4. Wende das Papier und biege den Anfang und das Ende bei der gestrichelten Linie um.
  5. So soll das aussehen.
  6. Papier wenden und in der Mitte biegen.
  7. Papier wenden und aufklappen.
  8. Rechts und links Papier bis zur Mittellinie falten und glatt streichen.
  9. Nimm die Kanten, die in der Mitte liegen und falte sie bis zum äußeren Rand.
  10. Jetzt wende das Papier wieder und falte das Papier von rechts in die Mitte und von links in die Mitte.
  11. Nun hast du eine Ziehharmonika aus Papier!
  12. Zeichne deine linke Hand ab. Lege deine rechte Hand aufs Papier und lasse sie von deinem Tischnachbarn abzeichnen.
  13. Verbinde die offenen Enden deiner Handfläche mit einem Bogen.
  14. Nun schneide beide Hände aus.
  15. So weit solltest du nun sein.
  16. Verziere deine Deckblatt-Hand. Der Daumen sieht nach oben und die Finger nach links!
  17. Drehe nun die Deckblatt-Hand um, sodass der Daumen nach oben sieht und die Finger nach rechts. Trage Kleber auf der 1er-Fläche auf und drehe die Ziehharmonika damit die Klebeseite nach unten sieht.
  18. Klebe die Ziehharmonika auf die Deckblatt-Hand. Sie soll schön in der Mitte sein.
  19. Nun trage Kleber auf der Klebefläche 2 auf.
  20. Platziere die übrige Hand auf der Klebefläche 2. Sie soll genau auf die 1. Hand passen!
  21. Wenn du deine Karte öffnest soll es so aussehen!
  22. Uuuuuuuuund fertig!

Viel Glück beim Nachmachen!

Ich glaub es selbst kaum, aber ich habe tatsächlich zwei Karten fertig gestellt. Habe dafür „nur“ zwei Wochen gebraucht.

Für Numero 1 habe ich das Stempelset „Toucan Party“ von Avery Elle verwendet und mit Copics verschönert:

Numero 2 ziert das zuckersüße Stempelset „Rain or Shine“ von My Favorite Things mit Aquarellfarben auf Arches Cold Pressed Aquarellpapier:

So, jetzt geh‘ ich wieder mal wählen und wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!

Liebe Grüße

Franziska

Fadenkunst in Herzform

Der Muttertag steht vor der Tür und ich habe mich mit den Kindern in den Werkraum gewagt 🙂 Dabei soll ein Bild entstehen das ungefähr so aussieht:

Holzherz (22) Kopie

Fast alle Materialien, die man dafür braucht, habe ich vom Schulbedarf Winkler.

Pro Bild braucht man ca. 50-60 Nägel und ca. 15 m Faden.

Die Schablonen hatte ich noch vom letztjährigen Muttertagsgeschenk:

Bedruckte Herztasche (5) Kopie

Zuerst habe ich mir eine Papierschablone gemacht, die genau halb so breit ist wie das Holzbrett und genau so lange, also 10×20 cm. Darauf habe ich die Herzschablone so platziert, dass die Herzmitte auf der Kante zu liegen kam und dann die Herzhälfte aufs Papier gezeichnet:

Holzherz (2) Kopie

So schafft man eine Negativschablone, die einem zeigt wie man das Herz am Holz einpassen muss. Man bastelt also ein Sandwich: Zuerst das Holz, dann die Papierschablone exakt am Holz anlegen, dann noch die Herzschablone einpassen:

Holzherz (4) Kopie

Abzeichnen der Herzschablone rechts. Achtung: Ganz sacht zeichnen!

Holzherz (6) Kopie

Dann das Papier entfernen. Entweder man lässt das Herz drauf, hält es fest und zieht das Papier vorsichtig weg oder man nimmt Papier und Herz weg und passt das Herz in die halbe Herzkontur ein und zeichnet die linke Seite.

Glaubt es oder nicht, aber das hat bei 35 Schülern, ausnahmslos perfekt geklappt!

Alternative: Bei komplexeren Konturen kann man das Motiv auch in der passenden Größe ausdrucken auf 20×20 zuschneiden mit Tixo am Holz befestigen und direkt aufs Papier nageln. Bei dieser Variante reißt man am Schluss das Papier einfach ab und zupft eingenagelte Papierreste mit Pinzette ab.

Holzherz (9) Kopie

Mit Bleistift bewaffnet kommt jetzt das Einzeichnen der künftigen Nagellöcher. Der kleine Finger dient als Abstandhalter.

Bei der oberen Herzmitte sollte man auf Spiegelsymmetrie achten – sieht einfach viel besser aus:

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Also den Mittelpunkt mit einem Punkt versehen. Die ersten drei Punkte auf jeder Seite nach oben sollen auf gleicher Höhe sein. Der Rest ist dann eher Plunzius (=Wurscht).

Jetzt kommt der schmerzhafte Teil – wer einen Vorstecher hat ist klar im Vorteil:

Mit einem Nagel werden die Punkte eingedrückt, das tut auf die Dauer ziemlich weh…

Holzherz (12) Kopie

Ist das erledigt; Bleistiftlinien wegradiersky und tadaa…

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…aaah – schon hat man eine fertige Vorlage XD . Dann kommt der spaßige Teil: HÄMMERN WAS DAS ZEUG HÄLT! Mit viel Fettn (= Glück) bekommt man auch so schöne Schülerwerke wie ich (2. Klasse! *Michse stolz*):

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So, dann kommt das Umwickeln, das mit großem Frust verbunden sein kann, wenn das mit der Fingerfertigkeit noch nicht ganz klappt. Zuerst einen Doppelknoten machen und alle Nägel einmal umwickeln:

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Es hilft mit dem linken Zeigefinger den Faden ein bisschen runterzudrücken bzw. auf den Nagelkopf zu legen, damit der Faden nicht gleich rausflutscht.

Dann kommt lustiges Kreuz-und-quer-Spannen: Der Faden muss gespannt bleiben und muss innerhalb des Herzens bleiben. Beides nicht ganz leicht für Kinderlis. Ich habe immer wieder den Nagel ganz umwickelt, um einen notdürftigen Anker zu haben, falls mal wieder der Faden auskommt.

Holzherz (19) Kopie

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Diese Version habe ich mit nur 10 m gemacht, sieht nicht soo cool aus, deswegen habe ich 15 m draus gemacht. Am Schluss kommt man mit dem Faden zum Anfang zurück und bindet mit dem Restfaden einen Doppelknoten. Den verstärkt man dann noch mit Flüssigkleber, waaaaaaartet und wenn er trocken ist, schneidet man die Restfäden ab.

Weil man so ein Kunstwerk NATÜRLICH und unbedingt aufhängen möchte, habe ich hinten noch einen Aufhänger platziert:

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Dazu einfach die Papierschablone noch mal hinten auflegen und die Mitte markieren. Aufhänger auflegen und Löcher markieren.

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Dann kommt das Einhämmern der Mikronägel und ich bin ehrlich, das ist die Pest. Ich habe mit einer Spitzzange die Nägel halten müssen, da meine Finger zu breit für diese Winznägel sind. Also nix für die Kinder. Man kann das Montieren des Aufhängers auch vor dem Einhämmern der Nägel fürs Fadenbild machen, allerdings muss man dann ein dickes Handtuch darunter legen, da sonst das Brett kippelt.

Scheinbar muss man die Aufhänger nicht zwangsweise einhämmern, sondern kann das mit Holzleim, der sich durch die Löcher durchdrückt und fest wird, auch machen. Aber da das Holz ein ziemliches Gewicht hat, war mir das zu unsicher.IMG_0734 Kopie

Ich wünsche Euch viel Spaß bei der Fadenbildproduktion und hoffe, dass die Kinderbilder auch schön werden!

Einen schönen Sonntag!

Endlich Zeit für Ostern!

Meine Güte seit Wochen fiebere ich diesem Wochenende entgegen und nun ist es endlich da: Freeeeeeeeeizeit!
Natürlich habe ich da gleich ein bisschen basteln müssen und dabei all die schönen Stempis und Stanzis ausprobieren, die bei mir eingetrudelt sind.

Zuerst habe ich bei meinem Zug „weitergebaut“. So weit bin ich inzwischen:

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Schon vieel zu lange für eine Karte, aber es macht einfach viel zu viel Spaß, um aufzuhören ❤ . Das Eierwagönchen mit dem Küken hat mir so gut gefallen, dass ich mir die Farbkombi merken wollte:

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Patzer inklusive 😛

Und außer den Your next Stamps habe ich auch noch ein neues Set von Mama Elephant ausprobiert „Hippity Hop“ gezeichnet von der wunderbaren Aida Zamora, die übrigens auch einen Etsy Shop mit exzellentem Service hat!

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Das ist dabei rausgekommen und ich bin schon sehr gespannt wie das endgültige Werk aussehen wird 🙂 . Aquarellfarben sind einfach ❤ ❤ ❤ !

Tatsächlich habe ich es auch mal geschafft etwas fertig zu stellen (Yay, to me!):

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Guckloch mit „echter“ Verglasung! Das sieht einfach gleich um Welten besser aus.

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Türkis-goldene Eier: Eine Inspiration von Pinterest ❤

Das wirklich über die Maßen niedliche Häschen ist aus einem Stempelset von Art Impressions genannt „Hoppy Easter Set“. Wenn es passende Stanzen hat, habe ich sie leider Gottes nicht finden können. So war ich gezwungen direkt zu stempeln und habe um diese Grundkonstellation herum designt. Das wunderbare Blumenarrangement ist von Honey Bees „Zen Bouquet“.

Ferner habe ich endlich der supercoolen Your next stamp Stanze „Funky Line Panel Die“ habhaft werden können. Dazu habe ich euch ein kleines Tutorial fotografiert, um sie auf einfache Weise einsetzen zu können. Vorarbeit: Zwei verschiedene zusammenpassende Papiere stanzen. Und StickIt-Folie kaufen.

  1. Außenränder der Stanze auf StickIt-Folie abpausen und ausschneiden. Folie abziehen und abgezogene Schutzfolie auf die Ecken kleben, damit man dort die Folie halten kann. Außerdem beschwert es die Klebefolie. So rollt sie sich nicht auf.
  2. Auf die Klebeseite das Gitter aufkleben. Anschließend Schutzfolie einfach rausziehen.
  3. Mit der glänzenden Seite der Schutzfolie Papiergitter an Klebefolie andrücken.
  4. Papierstanzteile der anderen Farbe einpassen und festdrücken. Es ist hilfreich, wenn die Teile schon richtig angeordnet daneben liegen.
  5. Jööh, fast fertig!
  6. Kartenpanel umdrehen, Achtung: Aufpassen, dass Untergrund sauber ist! Die gesamte Rückseite mit der Schutzfolie unter den Fingern anpressen. Kann man natürlich auch ohne Schutzfolie machen, aber es geht so wesentlich komfortabler.
  7. Bei der zweiten Version hat das Türkis so blass ausgesehen, deswegen habe ich es mit Stempelkissen und Schwämmchen distressed bevor ich es aufgeklebt habe.

Jetzt braucht man nur noch hinten die zweite Schutzfolie abziehen und auf eine Karte aufkleben. Kein nerviges Ankleben aller einzelnen Teile mehr!

Ich wünsche Euch von Herzen einen wunderschönen Palmsonntag und leckere Palmbrezen!
Franziska

Bären im Schnee

Nachdem es in meiner Region immer noch immer wieder schneit, habe ich für den Kunstunterricht eine Idee aufgegriffen, die mir wahnsinnig gut gefallen hat, und die ich auf Pinterest gefunden habe. Der Originalbeitrag ist auf französisch und die Bären sind einfach zuckersüß! Eigentlich wollte ich die Bären exakt wie im Original erstellen, aber leider konnte ich mir keinen Reim drauf machen, wie die mit Tinte koloriert haben und Antwort habe ich leider noch keine erhalten, weswegen ich Wasserfarben genommen habe.

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Schritt 1) Auf einem A3-Bild mit Bleistift die Konturen vorzeichnen.

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Schritt 2) Mit Wachsmalfarben bunte Muster in die Blockstreifen des Schals malen. Außerdem mit weißer Wachsmalfarbe Schneeflocken in den Hintergrund malen.

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Schritt 3) Mit Wasserfarben den Bär, den Schal und den Hintergrund ausmalen. Dadurch treten die Schneeflocken weiß hervor – Magieee! Wichtig: Alle Flächen, die mit Wasserfarben bemalt werden, müssen trocken sein, bevor man die angrenzende Fläche bemalt, weil sonst die Farben ineinander fließen. Das kann eine wunderbare Technik sein (=Nass-in-Nass), aber hier sähe das einfach „verhunzt“ aus.

Tipp: Genau erklären wie man die Farben stark erhellt um Pastellfarben zu erhalten. Viele haben z.B.: keine Hellbraun in ihrem Farbkasten oder für den Hintergrund ist es auch sehr empfehlenswert die Blau stark zu erhellen. Im Deckel der Wasserfarben sind oft Mischschälchen integriert. In diese 3x den Pinsel, der mit sauberen Wasser benetzt ist, abtropfen und zum Schluss ein wenig Farbe hineinmischen.

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Schritt 4) Mit der dicken Seite des schwarzen Filzstiftes die Bleistift-Konturen nachmalen. Tadaa, fertig!

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Das war mein Tafelbild. Für den ersten Schritt habe ich nur die Konturzeichnung aufgehängt. Die Kreidezeichnung ist neben dem Erklären entstanden. Das hat den Vorteil, dass die Kinder auch gleich sehen, wo es am einfachsten ist anzufangen um einen Bären zu erhalten, der das ganze Bild ausfüllt. Wir haben Kopf- und Ohrenform des Bären besprochen, die Teile des Bären, verschiedene Augenformen, Augenbrauen, Gesichtsausdrücke und die sichtbaren Teile des Auges (Augapfel, Iris, Pupille). Auch die Glanzpunkte bei Augen und Nasenspitze waren ein Thema („Weil der Bär feuchte Augen und Nase hat, deswegen glänzt es da!“ ❤ ).
Ich habe auch die Wörter Seiten- und Halbseitenprofil, sowie Frontalansicht und Porträt eingeführt. Und die Technik des Erstellens von Pastelltönen erklärt.

Bis jetzt sind die Schülerbilder wunderschön geworden. Jedes individuell und wirklich liebenswert.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag! Schöne Grüße schickt Euch
Franziska

Haarspangenverschönerung

Seit langer Zeit wünsche ich mir von mir selbst, dass ich eine Haarspange, die ich vor vielen Jahren mir mal gemacht habe, wieder auf Vordermann bringe. Inzwischen sah die Arme wirklich schon erbärmlich aus und bedurfte eines neuen Designs:

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Von den ursprünglichen vier Blumen ist nur mehr eine intakt =(

In all den Jahren habe ich auch einen Blumenstecker fürs Haar entdeckt, der auch Pailletten-Perlen-Blumen aufwies, aber ein sehr dreidimensionales Design, das ich unbedingt ausprobieren wollte.

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Das brauchst du…

Das brauchst du:

  • Flüssigkleber
  • Pailletten
  • farblich passenden Faden
  • Nadel
  • Pinzette (EK Success Craft tweezers)
  • Haarspange (hab ich von einer alten abmontiert)
  • rechteckigen Stoff, vernäht (das hatte ich schon)
  • gute Schere
  • Rocailles Perlen 2,6 mm Rayher

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Zuerst Faden doppelt auffädeln und am Ende einen Überhandknoten machen.  Dann mit dem Flüssigkleber kreisförmig Tupfen auf den Stoff bringen.IMG_9833 Kopie

Mit der Pinzette die Pailletten aufkleben und bei Bedarf nachjustieren ;P Die zweite Blüte von rechts ist noch das alte Modell – nicht wundern. Habe ich dann später aufgetrennt und neu gemacht.IMG_9834 Kopie

Kurz trocknen lassenIMG_9835 Kopie

Von hinten durch das Loch der Pailletten stechen, dann eine transparente Perle, dann eine Paillette und dann eine rote Perle auf die Nadel nehmen und in die Mitte der Blume stechen. Faden ganz durchziehen.IMG_9836 Kopie

Je mehr Pailletten/Perlen aufgestickt sind, desto unübersichtlicher wird es. Ich habe die Pailletten oft ordnen müssen, damit sie richtig liegen…IMG_9837 Kopie

So erstes Blütenblatt steht – im wahrsten Sinne des Wortes! Dieses Verfahren reihum fortsetzen.IMG_9838 Kopie

Ganz am Schluss in die Mitte der Blüte von hinten nach vor stechen, eine Perle auffädeln und wieder nach hinten durch stechen. Dadurch zieht es die Perlen der Blütenblätter nicht so stark in die Mitte. Bei der Blüte ganz rechts, habe ich das noch nicht gemacht. Man sieht deutlich wie die weißen Perlen exponiert werden = nix gut!IMG_9839 Kopie

Juhuu, vier Blüten sind fertig, jetzt muss ich nur noch den Stoff an der Spange befestigen. Da gehe ich auf Sicherheit und klebe und nähe ihn an. Flüssigkleber am Bogen anbringen, Stoff mittig darauflegen, andrücken und waaaarten.IMG_9840 Kopie

Nun nähe ich noch an den zwei Löchern die Spange an den Stoff – rechts und links. Natürlich wieder mit doppelt genommenen Faden – sonst wird man ja alt bei der Arbeit! Dabei achte ich darauf, dass ich nicht auf die schöne Seite durchsteche.

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Und fertig ist das gute Stück! Ich habe sie auch schon wieder getragen und sie ist einfach so praktisch ❤

So, vielleicht konnte ich euch jetzt auch zu Pailletten-Blümchen inspirieren. Mir tun jetzt die Finger weh, aber es war die Mühen wert!
Einen wunderschönen Samstag euch allen!

Copic-Farben selbst mischen

Habt ihr auch schon mal das Gefühl gehabt, dass zwischen zwei Farbtönen  bei den Copics einfach was fehlt? Oder wolltet ihr auch einfach mal zwei Farbtöne miteinander mischen? Nicht? Ich schon und deswegen habe ich das auch einfach getan und zwar mit zufriedenstellendem Erfolg.

Was ihr dafür braucht:

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  • einen Copic Sketch Leermarker
  • Various Inks in den gewünschten Farben
  • einen Messzylinder mit 0,1ml-Skalierung 5ml Fassungsvermögen
  • lang und schmale Pipette, die in den Mini-Messzylinder reinpasst
  • Copic Activator, um Zylinder und Pipette danach zu reinigen
  • Wattestäbchen zum Farbe testen
  • Taschentuch für etwaige Unfälle
  • Testpapier aus Copic-freundlichen Papier
  • die zwei Copic Stifte, die du mischen willst
  • eine Unterlage, bei der ein Verfärben durch etwaige Unfälle wurscht ist, wäre auch super

So kommen wir zum eigentlichen Spaß:

Wenn ihr eine Farbe aufhellen wollt, ich wollte zum Beispiel eine „fast-weiß“, braucht ihr Various Ink 0. Da der dunklere Farbton ziemlich dominant ist, habe ich die E40 und die 0 in einem Verhältnis von 1ml E40 zu 2ml 0 gemischt. Hat super funktioniert.

Wenn ich zwei Farbtöne kombinieren will, zum Beispiel BG13 und BG11, dann nehme ich vom dünkleren Farbton auch weniger: BG13 1,5 ml und BG11 2 ml. Das funktioniert in der Regel ganz gut.

Ich tropfe also die Farben in den obenaufgeführten Verhältnissen ein, nehm dann meine Pipette saug und drück die Farbmischung ein paar mal an und raus, um sie gut zu vermischen, und dann teste ich mit einem Wattestäbchen, ob die Farbe meinen Vorstellungen entspricht. Einfach Wattestäbchen ins Glas halten bis  die Farbe gerade den obersten Watterand erreicht hat und gleich rausziehen und auf dem Papier malen. Rechts und links davon kommen dann die Farbtöne deren Mittelwert du erzielen wolltest. Bei mir waren die Tests mit dem Wattestäbchen meist einen Hauch dünkler, als dann im Stift, aber es hilft, weil die Farbe im Messzylinder extrem dunkel ist, das verunsichert natürlich total.

Das maximale Fassungsvermögen der Copic Sketch ist scheinbar 3,5 ml, wobei ich sagen muss, dass es vermutlich ein bisschen weniger ist, weil mir das letzte Mal die Farbe vorne wieder rausgelaufen ist. Wenn die Farbe noch nicht passt einfach noch ein paar Tropfen zufügen, mischen, testen und wenn dann die Wunschfarbe erreicht ist die breite Spitze des Leermarkers entfernen, ich nehm einfach meine Finger dafür, und in die entstandene Öffnung die Farbe mit der Pipette eintropfen. Dann Spitze wieder druff, wenige Momente warten, bis sich die Farbe in den Spitzen verteilt hat und los geht’s!

Ich male die Kappen der Stifte einfach mit der eigenen Farbe an und schreib dann noch mit permanenten Folienstiften die Farbnummer und den Namen drauf, bei der helleren E40 war das zum Beispiel: E400 Offwhite. Da kann man dann poetisch werden 😉 bei der Mischung BG13 und BG49 wurde zum Beispiel eine BG47 „Ocean“ draus 😛

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Tutorial weiterhelfen oder euch zumindest ein bisschen inspirieren 🙂
Liebe Grüße
Franziska