Bären im Schnee

Nachdem es in meiner Region immer noch immer wieder schneit, habe ich für den Kunstunterricht eine Idee aufgegriffen, die mir wahnsinnig gut gefallen hat, und die ich auf Pinterest gefunden habe. Der Originalbeitrag ist auf französisch und die Bären sind einfach zuckersüß! Eigentlich wollte ich die Bären exakt wie im Original erstellen, aber leider konnte ich mir keinen Reim drauf machen, wie die mit Tinte koloriert haben und Antwort habe ich leider noch keine erhalten, weswegen ich Wasserfarben genommen habe.

IMG_9865 Kopie

Schritt 1) Auf einem A3-Bild mit Bleistift die Konturen vorzeichnen.

IMG_9960 Kopie

Schritt 2) Mit Wachsmalfarben bunte Muster in die Blockstreifen des Schals malen. Außerdem mit weißer Wachsmalfarbe Schneeflocken in den Hintergrund malen.

IMG_9961 Kopie

Schritt 3) Mit Wasserfarben den Bär, den Schal und den Hintergrund ausmalen. Dadurch treten die Schneeflocken weiß hervor – Magieee! Wichtig: Alle Flächen, die mit Wasserfarben bemalt werden, müssen trocken sein, bevor man die angrenzende Fläche bemalt, weil sonst die Farben ineinander fließen. Das kann eine wunderbare Technik sein (=Nass-in-Nass), aber hier sähe das einfach „verhunzt“ aus.

Tipp: Genau erklären wie man die Farben stark erhellt um Pastellfarben zu erhalten. Viele haben z.B.: keine Hellbraun in ihrem Farbkasten oder für den Hintergrund ist es auch sehr empfehlenswert die Blau stark zu erhellen. Im Deckel der Wasserfarben sind oft Mischschälchen integriert. In diese 3x den Pinsel, der mit sauberen Wasser benetzt ist, abtropfen und zum Schluss ein wenig Farbe hineinmischen.

IMG_9962 Kopie

Schritt 4) Mit der dicken Seite des schwarzen Filzstiftes die Bleistift-Konturen nachmalen. Tadaa, fertig!

IMG_9948 Kopie

Das war mein Tafelbild. Für den ersten Schritt habe ich nur die Konturzeichnung aufgehängt. Die Kreidezeichnung ist neben dem Erklären entstanden. Das hat den Vorteil, dass die Kinder auch gleich sehen, wo es am einfachsten ist anzufangen um einen Bären zu erhalten, der das ganze Bild ausfüllt. Wir haben Kopf- und Ohrenform des Bären besprochen, die Teile des Bären, verschiedene Augenformen, Augenbrauen, Gesichtsausdrücke und die sichtbaren Teile des Auges (Augapfel, Iris, Pupille). Auch die Glanzpunkte bei Augen und Nasenspitze waren ein Thema („Weil der Bär feuchte Augen und Nase hat, deswegen glänzt es da!“ ❤ ).
Ich habe auch die Wörter Seiten- und Halbseitenprofil, sowie Frontalansicht und Porträt eingeführt. Und die Technik des Erstellens von Pastelltönen erklärt.

Bis jetzt sind die Schülerbilder wunderschön geworden. Jedes individuell und wirklich liebenswert.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag! Schöne Grüße schickt Euch
Franziska

Haarspangenverschönerung

Seit langer Zeit wünsche ich mir von mir selbst, dass ich eine Haarspange, die ich vor vielen Jahren mir mal gemacht habe, wieder auf Vordermann bringe. Inzwischen sah die Arme wirklich schon erbärmlich aus und bedurfte eines neuen Designs:

IMG_9824 Kopie

Von den ursprünglichen vier Blumen ist nur mehr eine intakt =(

In all den Jahren habe ich auch einen Blumenstecker fürs Haar entdeckt, der auch Pailletten-Perlen-Blumen aufwies, aber ein sehr dreidimensionales Design, das ich unbedingt ausprobieren wollte.

IMG_9844 Kopie

Das brauchst du…

Das brauchst du:

  • Flüssigkleber
  • Pailletten
  • farblich passenden Faden
  • Nadel
  • Pinzette (EK Success Craft tweezers)
  • Haarspange (hab ich von einer alten abmontiert)
  • rechteckigen Stoff, vernäht (das hatte ich schon)
  • gute Schere
  • Rocailles Perlen 2,6 mm Rayher

IMG_9832 Kopie

Zuerst Faden doppelt auffädeln und am Ende einen Überhandknoten machen.  Dann mit dem Flüssigkleber kreisförmig Tupfen auf den Stoff bringen.IMG_9833 Kopie

Mit der Pinzette die Pailletten aufkleben und bei Bedarf nachjustieren ;P Die zweite Blüte von rechts ist noch das alte Modell – nicht wundern. Habe ich dann später aufgetrennt und neu gemacht.IMG_9834 Kopie

Kurz trocknen lassenIMG_9835 Kopie

Von hinten durch das Loch der Pailletten stechen, dann eine transparente Perle, dann eine Paillette und dann eine rote Perle auf die Nadel nehmen und in die Mitte der Blume stechen. Faden ganz durchziehen.IMG_9836 Kopie

Je mehr Pailletten/Perlen aufgestickt sind, desto unübersichtlicher wird es. Ich habe die Pailletten oft ordnen müssen, damit sie richtig liegen…IMG_9837 Kopie

So erstes Blütenblatt steht – im wahrsten Sinne des Wortes! Dieses Verfahren reihum fortsetzen.IMG_9838 Kopie

Ganz am Schluss in die Mitte der Blüte von hinten nach vor stechen, eine Perle auffädeln und wieder nach hinten durch stechen. Dadurch zieht es die Perlen der Blütenblätter nicht so stark in die Mitte. Bei der Blüte ganz rechts, habe ich das noch nicht gemacht. Man sieht deutlich wie die weißen Perlen exponiert werden = nix gut!IMG_9839 Kopie

Juhuu, vier Blüten sind fertig, jetzt muss ich nur noch den Stoff an der Spange befestigen. Da gehe ich auf Sicherheit und klebe und nähe ihn an. Flüssigkleber am Bogen anbringen, Stoff mittig darauflegen, andrücken und waaaarten.IMG_9840 Kopie

Nun nähe ich noch an den zwei Löchern die Spange an den Stoff – rechts und links. Natürlich wieder mit doppelt genommenen Faden – sonst wird man ja alt bei der Arbeit! Dabei achte ich darauf, dass ich nicht auf die schöne Seite durchsteche.

IMG_9842 Kopie

Und fertig ist das gute Stück! Ich habe sie auch schon wieder getragen und sie ist einfach so praktisch ❤

So, vielleicht konnte ich euch jetzt auch zu Pailletten-Blümchen inspirieren. Mir tun jetzt die Finger weh, aber es war die Mühen wert!
Einen wunderschönen Samstag euch allen!

Copic-Farben selbst mischen

Habt ihr auch schon mal das Gefühl gehabt, dass zwischen zwei Farbtönen  bei den Copics einfach was fehlt? Oder wolltet ihr auch einfach mal zwei Farbtöne miteinander mischen? Nicht? Ich schon und deswegen habe ich das auch einfach getan und zwar mit zufriedenstellendem Erfolg.

Was ihr dafür braucht:

IMG_7445 Kopie

  • einen Copic Sketch Leermarker
  • Various Inks in den gewünschten Farben
  • einen Messzylinder mit 0,1ml-Skalierung 5ml Fassungsvermögen
  • lang und schmale Pipette, die in den Mini-Messzylinder reinpasst
  • Copic Activator, um Zylinder und Pipette danach zu reinigen
  • Wattestäbchen zum Farbe testen
  • Taschentuch für etwaige Unfälle
  • Testpapier aus Copic-freundlichen Papier
  • die zwei Copic Stifte, die du mischen willst
  • eine Unterlage, bei der ein Verfärben durch etwaige Unfälle wurscht ist, wäre auch super

So kommen wir zum eigentlichen Spaß:

Wenn ihr eine Farbe aufhellen wollt, ich wollte zum Beispiel eine „fast-weiß“, braucht ihr Various Ink 0. Da der dunklere Farbton ziemlich dominant ist, habe ich die E40 und die 0 in einem Verhältnis von 1ml E40 zu 2ml 0 gemischt. Hat super funktioniert.

Wenn ich zwei Farbtöne kombinieren will, zum Beispiel BG13 und BG11, dann nehme ich vom dünkleren Farbton auch weniger: BG13 1,5 ml und BG11 2 ml. Das funktioniert in der Regel ganz gut.

Ich tropfe also die Farben in den obenaufgeführten Verhältnissen ein, nehm dann meine Pipette saug und drück die Farbmischung ein paar mal an und raus, um sie gut zu vermischen, und dann teste ich mit einem Wattestäbchen, ob die Farbe meinen Vorstellungen entspricht. Einfach Wattestäbchen ins Glas halten bis  die Farbe gerade den obersten Watterand erreicht hat und gleich rausziehen und auf dem Papier malen. Rechts und links davon kommen dann die Farbtöne deren Mittelwert du erzielen wolltest. Bei mir waren die Tests mit dem Wattestäbchen meist einen Hauch dünkler, als dann im Stift, aber es hilft, weil die Farbe im Messzylinder extrem dunkel ist, das verunsichert natürlich total.

Das maximale Fassungsvermögen der Copic Sketch ist scheinbar 3,5 ml, wobei ich sagen muss, dass es vermutlich ein bisschen weniger ist, weil mir das letzte Mal die Farbe vorne wieder rausgelaufen ist. Wenn die Farbe noch nicht passt einfach noch ein paar Tropfen zufügen, mischen, testen und wenn dann die Wunschfarbe erreicht ist die breite Spitze des Leermarkers entfernen, ich nehm einfach meine Finger dafür, und in die entstandene Öffnung die Farbe mit der Pipette eintropfen. Dann Spitze wieder druff, wenige Momente warten, bis sich die Farbe in den Spitzen verteilt hat und los geht’s!

Ich male die Kappen der Stifte einfach mit der eigenen Farbe an und schreib dann noch mit permanenten Folienstiften die Farbnummer und den Namen drauf, bei der helleren E40 war das zum Beispiel: E400 Offwhite. Da kann man dann poetisch werden 😉 bei der Mischung BG13 und BG49 wurde zum Beispiel eine BG47 „Ocean“ draus 😛

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Tutorial weiterhelfen oder euch zumindest ein bisschen inspirieren 🙂
Liebe Grüße
Franziska