Bäume

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Buchdaten:

Titel: Bäume
Autoren: Piotr Socha und Wojciech Grajkowski/ Thomas Weiler (Übers.)
Verlag: Gerstenberg
Format: 27,5 x 37,5 cm; gebunden
Seitenanzahl: 80 Seiten
Alter: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3-8369-5654-3
Preis: EUR (D) 25.00 | EUR (A) 25.70 | SFr 32.50

Zum Buch:

Es gibt Bücher, die sieht man und es ist Liebe auf den ersten Blick! Bei „Bäume“ (und „Bienen“ gleichermaßen) war das so. Das beeindruckende Format und das gewinnende Porträt eines Baumgeistes am Cover lockten mich unwiderstehlich, es genauer unter die Lupe zu nehmen. Was auf den ersten Blick wie ein riesenhaftes, dickes Bilderbuch aussieht, erweist sich beim Lesen, als komplexes Sachbuch zum Thema, das von vielen Seiten beleuchtet wird. Die abwechslungsreichen, großformatigen Illustrationen/Tafeln laden zum genauen Betrachten ein und das sollte man auch, um beim Lesen des nebenstehenden Textes das Referenzbild zur Nummer leicht zu finden. Die Doppelseiten werden als Tafel in römischen Zahlen nummeriert und es kommt häufig vor, dass in einem Text ein Querverweis auf Tafel XY geschrieben steht. Das Buch ist also in sich vernetzt, kann aber gleichzeitig gemütlich Tafel, für Tafel genossen werden. Denn die seitlichen Texte wirken zwar kurz, bieten aber viel Information und neues Sachwissen.
Für die Illustrationen im Buch habe ich nur ein Wort: köstlich! Irgendwie lustig und gleichzeitig akkurat stellen sie komplexe Objekte einfach dar ohne Verniedlichung. Für Freunde von Wimmelbildern sind auch ein paar Juwelen drin zu finden! Meine persönlichen Highlights sind Tafel 1 der mexikanische Lebensbaum, der vor Farben und Lebendigkeit fast übergeht, und der Stammbaum Tafel 27, auf dem es so viel zu entdecken gibt, dass es eine wahre Freude ist.
Für mich stellt das Buch eine gelungene Fusion von Kunstschatz und Sachwissen dar und darf in keinem Bücherregal fehlen!

Auf der Verlagsseite habe ich noch diese Zusatzbroschüre „Aus dem Blätterwald“ zum Ausdrucken gefunden. Für den geneigten Leser kann man da für den Unterricht tolle weiterführende Ideen umsetzen (Beantworte folgende Fragen/Sind diese Aussagen richtig oder falsch? etc.). Auch auf Antolin ist das Buch mit drei Quizzes vertreten.

Blick ins Buch:

Abschließende Worte:

Von der Definition eines Baumes über Wurzelarten bis Bäumen in Religion und Legenden ist alles darin zu finden. Ein Glossar vermisst man zwar, aber das wird durch viel Liebe zum Detail und Hintergrundrecherche ausgeglichen.

Franziska Schriftzug 2

So ein Mist

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–>  Leseprobe  <–

Buchdaten:

Titel: So ein Mist!
Autorin: Melanie Laibl
Illustratorin: Lili Richter
Verlag: Tyrolia
Format: 298 mm x 241 mm
Seitenanzahl: 48
Alter: ab 9 Jahren
ISBN: 978-3-7022-3698-4
Preis: 19,95€ (A u. D)

Zum Buch:

Im Bereich der Volksschule, aber natürlich auch im Alltagsleben stellen sich immer wieder die Fragen nach der Mülltrennung, was mit unseren Abfällen passiert und wie man die negativen Folgen auf die Umwelt verbessern kann. Oft habe ich schon nach Büchern gesucht, die diesen Fragen nachgehen und die Antworten interessant und lehrreich aufbereiten. Mit „So ein Mist: Von Müll, Abfall und Co“ tätigte ich einen absoluten Goldgriff. Es ist ernsthaft ohne den mahnenden Zeigefinger zu heben, gleichzeitig lockern Sprachspiele und amüsante Zusatzinfos auf. Die ungewöhnlichen Zeichnungen veranschaulichen den Text und laden durch ihr Detailreichtum zum Verweilen ein.

Mist hat viele Seiten – diesen Untertitel des ersten Kapitels haben sich Autorin Melanie Laibl und Illustratorin Lili Richter bei diesem Buch zu Herzen genommen. Freunde von abwechslungsreichen Schreibstilen werden mit dem von Melanie Laibl ihre helle Freude haben, denn von Sprachspielen, Redewendungen und Synonymen, über römische Gottheiten, tierischem Hintergrundwissen und biologischen Informationen ist alles mit von der Partie und die großartigen Zeichnungen von Lili Richter verflechten alles zu einem homogenen Ganzen. Besonders die historische Entwicklung des WCs und der kleine Exkurs „Was Schleppen so schleppten“ haben es mir besonders angetan.

Das Format ist passend gewählt, um die detailreichen Zeichnungen und das vielschichtige Layout erfassen und gebührend erforschen zu können.

Ich persönlich habe mir genug Zeit genommen das Buch zu lesen. Da die Konsequenzen von Abfall auf unseren Planeten und natürlich unser Leben so weitreichend sind, wohnt den Seiten manchmal eine gewisse Intensität inne. Dementsprechend wollte ich die Lektüre nicht nur konsumieren, sondern wirklich verdauen und verstehen, weswegen ich nur 4-6 Seiten pro Tag las. Es hat auch gewirkt: Die Message ist angekommen und mein Abfallbewusstsein im Alltag ist definitiv gewachsen (und mein Vokabular zu Exkrementen 😉 ).

Blick ins Buch:

Abschließende Worte:

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen – eine wichtige, witzige, sehenswerte und lehrreiche Lektüre!

Franziska Schriftzug 2

Zuckersüß – Amigurumis häkeln

Zuckersüß! Amigurumis häkeln

-> Blick ins Buch <-

Buchdaten:

Buchtitel: Zuckersüß – Amigurumis häkeln
Autorin: Marie Clesse
Verlag: Michael Fischer Edition
ISBN: 978-3-96093-209-3
Seiten: 64
Format: 23,5 x 20 cm
Preis: 13,40€ (A) 12,99€ (D)

Summarium:

Wer meine Liebe zum Amigurumi-Häkeln teilt kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Die französische Autorin Marie Clesse erklärt in ihren Anleitungen detailliert, wie man ihre niedlichen Amigurumi-Kreationen nachhäkelt. Es finden sich ausgesprochen entzückende Tiere, wie Schwan, Tukan und Clownfisch, aber auch niedliche Pflänzchen, wie Kaktus, Erbsenpflanze und Echeveria, im Repertoire.

Aufbau:

Das Buch ist ganz anders aufgebaut, als alle Amigurumibücher, die ich bis jetzt in den Händen hielt. Nach der Inhaltsgabe und Einleitung blättert man nämlich durch die Fotogalerie, bei der man zuerst alle Tiere im Überblick einsehen kann. Danach folgen der Anleitungsreihenfolge im Buch entsprechend, die Großaufnahmen der einzelnen Amigurumis mit Seitenverweis zur Anleitung.
Anschließend findet man Informationen zu Material und Techniken.  Letztere umfassen wichtige Maschen, wo man einsticht, wie Zu- und Abnahmen, sowie Farbwechsel zu bewerkstelligen sind. Aber auch wie man die Arbeit beendet bzw. zusammenfügt, und weitere Techniken, wie Pikots und Sticken, findet man in diesem Kapitel. Natürlich dürfen die obligatorischen Abkürzungen nicht fehlen und einige Tipps schließen das Kapitel ab.
Von hier folgen die Amigurumi-Anleitungen, die vollständig ohne Erklär-Bilder auskommen:

  • Charlotte, das Einhorn
  • Lizzie, der Schwan
  • Harry, der Clownfisch
  • Jamie, der Flamingo
  • Katie, die Krake
  • Camille, der Narwal
  • Georgie, der Elefant
  • Diana, die Giraffe
  • Willy, der Fuchs
  • Louis, der Tukan
  • Sukkulente Echeveria
  • Erbsenpflanze
  • Mexikanischer Kaktus

Selbstversuch:

Für mein Projekt wählte ich den Schwan Lizzie, den ich vor einiger Zeit auf Instagram gesehen, und in den ich mich sofort Hals über Kopf verliebt hatte. Aber Französisch war mir doch zu aufregend, also war ich so glücklich, als ich ein halbes Jahr später sah, dass der EMF-Verlag das Buch auf Deutsch rausgebracht hat!
Ich gestehe es gleich vorweg: Ich bin ein wahnsinnig visueller Mensch. Deswegen fielen mir die Anleitungen ohne Bilder ziemlich schwer. Aber um ehrlich zu sein, wer die Anleitung aufmerksam durchliest, kann wirklich gut folgen. Einzig bei der Krone hätte ich das Wort „um“ die LM-Kette und nicht „auf“ gewählt, da hierbei leicht ein Missverständnis entstehen kann.

Geheimtipps: Ich habe die Autorin interviewt welche Garne sie verwendet hat: Eole von Laines Plassard (weiß und türkis), Goldfaden Lumina Metallic von DMC. Außerdem empfehle ich unbedingt eine Häkelnadel mit Metallkopf zu nehmen. Mit dem Plastikkopf habe ich mich sehr schwer getan.

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Aller Anfang ist schwer, aber wenn man es verstanden hat, häkelt man dieses Krönchen in Nullkommanix. Das kann ich mir auch gut als Kopfschmuck für kleine Prinzen und Prinzessinnen vorstellen – einfach auf eine goldene Haarspange kleben und fertig!

Fazit:

Ich habe so hart auf die Erscheinung dieses Buches in Deutsch gewartet und wurde nicht enttäuscht! Mit Bildern wäre es noch besser, aber man findet alles im Buch was man braucht, um diese wirklich und wahrhaftig „zuckersüßen“ Figürchen zu häkeln! Anfängern würde ich es allerdings nicht empfehlen.
Tipp: Für Impressionen und Tipps rate ich die Instagram Seite der Autorin Marie Clesse @socroch zu besuchen. Dort habe ich viele tolle Variationen von Lizzie, dem Schwan, gefunden und auch die anderen Amigurumis kommen nicht zu kurz.

Tiere, die kein Schwein kennt 2

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Autor: Martin Brown/Jorunn Wissmann (Übers.)
Titel: Tiere, die kein Schwein kennt 2 – Noch mehr coole Viecher, die du garantiert nicht vergisst
Format: 23 x 27 cm gebunden, farbig illustriert
Seitenanzahl: 56 Seiten
Alter: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-8369-6008-3
Preis: EUR (D) 14.95 | EUR (A) 15.40 | SFr 19.90

Zum Buch:

Seit jeher zieren vor allem große und mächtige Vertreter der Tierwelt die Cover der Kindersachbücher, und meist sind es immer die gleichen. Aber was ist mit jenen, die nicht wiederholt präsentiert werden, mit denen, die eben kein Schwein kennt?
Ja, diese werden in diesem herrlich frechen Kindersachbuch liebevoll bekannt gemacht mit viel Witz garniert und mit zuckersüßen und schön gemachten Bildern dargestellt.
Jedes Tier bzw. -ensemble wird mit einem Text eingeführt, der sich entweder direkt an den Lesenden wendet, die Vierte Wand durchbrechend, oder wie ein Action-Drehbuch (Tamandua) oder eine Kurzgeschichte (Nordamerikanische Katzenfrett) verfasst ist. Dabei ist das Wechselspiel zwischen Bild und Text besonders aufregend, eine Option die durch den Umstand ermöglicht wird, dass Autor Martin Brown zeitgleich auch Illustrator des Buches ist. Sein charmanter Humor beschwichtigt die Dramatik, dass einige der vorgestellten Tiere vom Aussterben bedroht sind, ohne sie herunterzuspielen. Jedes vorgestellte Tier wurde mit einer Informationsleiste versehen, die Größe, Speiseplan, Lebensraum mit Landkarte, Status und interessante Zusatzinfo abdeckt. Auch ein Glossar findet man auf den hinteren Seiten. Damit schlägt Brown gekonnt den Bogen zum ernstzunehmenden Sachbuch,auch wenn er sich bei der Größe erlaubt eher spaßige Vergleiche denn m-Angaben anzustreben, bspw. ist der Syrische Braunbär so groß „wie ein kleiner Bär (aber immer noch dreimal so schwer wie die meisten Menschenpapas“. Wunderbar finde ich, dass die Bilder so sprechend sind, und es schaffen eine überzeugende Fusion zwischen comic-haft und realistisch zu bilden. Außerdem bevorzuge ich im Normalfall sowieso Tierlexika mit gezeichneten Tieren, da sie in den meisten Fällen viel aussagekräftiger sind, als fotografierte, denn der Illustrator, muss viele Fotos anschauen und das Tier in seiner Gesamtheit erfassen, um eine charakteristische Darstellung kreieren zu können. Beim Blick ins Buch sieht man einige meiner Lieblingsbilder:

Blick ins Buch:

„L’Ori, weil ich es mir wert bin!“

Abschließende Worte:

Auch Teil 2 der Reihe weiß zu überzeugen und ich würde mir ganz sicher auch einen dritten kaufen. Schließlich gibt es noch viele Tiere zu entdecken – vor allem unter Wasser *Wink mit dem Zaunpfahl*!
Viel Freude beim Schmökern wünscht euch

Franziska Schriftzug 2

Alexander von Humboldt

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Buchdaten:

Titel: Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne
Autor: Volker Mehnert/Claudia Lieb (Illustr.)
Verlag: Gerstenberg
Format: 22 x 27 cm, Halbleinen gebunden
Seitenanzahl: 112 Seiten
Alter: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-8369-5999-5
Preis: EUR (D) 25.00 | EUR (A) 25.70 | SFr 32.50

Zum Buch:

Alexander von Humboldt – ein Name, den man sicher das eine oder andere Mal schon gehört hat. Aber wer war diese Person, und warum ist sie wichtig?
In diesem Sachbuch, das sich an interessierte Leser ab 10 Jahren richtet, begleiten wir Alexander von Kindesbeinen an, folgen ihm auf seinen Expeditionen in unwirtliche, aber aufregende Regionen der Erde (Südamerika, Russland usw.) und erleben mit ihm spektakuläre Entdeckungen, Höhen und Tiefen seines Lebens und dürfen Teil haben an seinem schier unersättlichen Wissensdurst und Forscherdrang.
Die Illustrationen von Claudia Lieb unterstreichen das Erzählte in wunderbarer Weise. Man verliert sich im endlosen Grün des südamerikanischen Regenwalds, spürt die Gefahr des aufgewühlten Ozeans und wird vom Kondor in die luftigen Höhen über den Anden getragen. Die hineingestreuten, skizzenhaften Bilder haben es mir besonders angetan.

Der Funke springt über! Nach Beendigung des Buches möchte ich sofort mehr dieser Art Wissensvermittlung kennenlernen… vielleicht sind da die wunderbaren Reisen des Marco Polo genau das Richtige für mich?

Blick ins Buch:

Abschließende Worte:

Was für ein ganz und gar herrliches Buch! So macht Wissensaneignung Spaß! Und ich will mehr davon!

Franziska Schriftzug 2

 

Eine Perle für die Prinzessin

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Buchdaten:

Buchtitel: Eine Perle für die Prinzessin – Märchen von Königskindern aus aller Welt
Autorin: Käthe Recheis
Illustratorin: Jana Walczyk
ISBN: 978-3-7074-5211-2
Verlag: G & G Kinder- u. Jugendbuch
Seitenanzahl: 112
Format: 28,7 x 21,5 x 2 cm
Lesealter: ab 4 Jahren
Preise: 24,95€ (D + A)

Zum Buch:

Als seither großer Fan von Märchen ist mir dieser Bücherschatz sofort ins Auge gesprungen. Die liebevolle Aufmachung des Covers mit Leineneinsatz, Spotlack und satinierten Flächen sieht nicht nur überragend aus, sondern fühlt sich auch so an. Sogar während des Lesens ist mir die hochwertige Beschaffenheit des Einbands aufgefallen, als ich immer wieder dieses haptische Hochgefühl des Spotlacks unter den Fingerspitzen empfand. Die Buchseiten sind von angenehmer Dicke, Schrift und Layout-Konzept treffen genau meinen Geschmack.
Die Märchenauswahl, die Käthe Recheis für diesen Band traf, ist eine ganz besondere. Mit viel Gespür und Liebe hat sie besonders interessante Märchen gefunden, von denen ich noch einige nicht kannte, beziehungsweise nur Variationen davon. Außerdem ist mein großer Liebling, Allerleihrauh, mit von der Partie, was mir außerordentlich gefällt, da man dieses Märchen, obwohl von den Gebrüdern Grimm, sonst nicht unbedingt in Sammelbänden findet. Erfreulicherweise scheint dies aber der einzige Vertreter, der Gebrüder Grimm zu sein – der Märchenmarkt ist übersättigt von dem beliebten Geschwisterpaar- , die anderen Märchen kommen wirklich aus der ganzen Welt: Polen, Schweden, Indien, China, Russland, Norwegen etc.
Die Märchen selbst wirken sanft an die Moderne angepasst, damit auch junges Volk der Geschichte folgen kann, bringt aber den Charme des Althergebrachten mit sich und traut sich die traditionellen Dreifachwiederholungen gelungen abzukürzen, um den Erzählfluss zu erhalten. Als ich das Buch erstmals in die Hand nahm, wollte ich nur kurz hineinlesen, aber tatsächlich bin ich durch die Seiten geflogen, nur innehaltend um die bezaubernden Bilder zu bewundern, und war plötzlich fertig. So wunderbar ist die Auswahl und der Rhythmus der Texte, dass man sich ganz darin verliert.
Die Illustrationen von Jana Walczyk sind von betörender Schönheit und einige Male schon fast ätherisch anmutend. Die oftmals zarten Pastelltöne werden von Texturen, Ornamenten und Mustern aufregend untermalt und die weißen Konturen bilden einen feinen Kontrast. Ihr Gespür für Farben und Nuancen klingt in den dynamischen Szenen wieder und lässt die Bilder lebendig wirken.
Mein Lieblingsbild von den Seiten 64-65 vereint verschiedene Türkis- und Blautöne zu einem stimmigen Bild. Die goldenen Konturen verleihen dem Dargestellten etwas Edles und passen wunderschön zur gewählten Farbpalette. Die Königstochter bildet Hintergrund und Fokus zugleich, da sie mit der Landschaft in der mittleren Ebene interagiert, aber riesenhaft vergrößert über den Bildrand hinausragt.  Das verstörte, weiße Wild im Vordergrund, das wegspringt, bringt Bewegung und wirkt durch die Farbentsättigung geisterhaft und surreal. Eine wunderschöne Komposition!

Blick ins Buch:

Abschließende Worte:

Dieser Märchenbuchschatz darf in keiner Liebhaberbücherei fehlen!

Ich hoffe ihr habt genauso viel Freude mit diesem Buch wie ich! Ich bin auch schon total gespannt auf die bald erscheinende Märchensammlung „Das Lächeln der Mondfee – Feenmärchen aus aller Welt“ vom gleichen Duo, das am 13. September erscheinen wird!
Liebe Grüße aus dem Lesesessel von eurer

Franziska Schriftzug 2

 

 

Fun Handlettering – Verrückte Alphabete für Kids

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-> Blick ins Buch <-

Buchdaten:

Titel: Fun Handlettering – Verrückte Alphabete für Kids
Autor: Norbert Pautner 
ISBN-13: 9783772478802
Verlag: Frechverlag
Seiten: 80
Preise: 10,30€ (A)  9,99€ (D)

Um was geht’s:

In diesem Buch lernst du interessante Hintergrundinformationen über das Lettering: Was ist der Unterschied zwischen Kalligraphie und Brush-Lettering? Wie wirken Form und Farbe der Schrift? Für was braucht man Serifen und was ist das überhaupt?
Vor allem aber lernt man einige Grundschriften kennen und schreiben bzw. zeichnen und wie man sie mit den Kunstschriften, die weiter hinten im Buch zu finden sind,  verbinden kann. Natürlich kann man die lustigen Fun-Lettering-Alphabete auch ohne Grundschriften verwenden, für den ganz großen Effekt!
Es sind etliche Übungsmöglichkeiten und Variationen enthalten, um die Schriften zu erlernen und ihnen seinen eigenen Touch zu verleihen. Natürlich findet man auch in der Doppelseite über das benötigte Material alle Informationen über die Möglichkeiten seine Alphabete zu erstellen und kolorieren. Im Einband am Ende des Buches, findet man praktische Schablonen, die einem bei den komplexeren Alphabeten gute Dienste leisten (siehe „Elfe“-Bild weiter unten – hierfür wurde die Flügel-Schablone zum Einsatz gebracht).

Kurz: Wer schon immer seine eigene Schrift konstrurieren wollte, aber noch nicht das nötige Handwerkszeug dafür hatte, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Aufbau:

Im Inhaltsverzeichnis sind die Kapitel und auch die verschiedenen Alphabete mit Mini-Vorschau abgedruckt – ausgesprochen übersichtlich!
In der Einführung „Lettering macht Spaß“ wird die Verwendungsweise des Buches erklärt: Jedes Schrift-Kapitel beinhaltet ein Anwendungsbeispiel, benötigtes Material, Tipps zur Verwendung, Kombinationsmöglichkeiten und natürlich das ganze Fun-Alphabet. Anschließend finden sich Übungsmöglichkeiten zum Nachzeichnen und ein liebevoll illustrierter Rahmen für das eigene Lettering-Projekt.
So wird mit allen Schriften verfahren. Am Schluss des Buches finden sich noch Tipps für das Erstellen der eigenen Schrift. Schließlich will der ambitionierte „Fun-Letterer“ inspiriert von so vielen tollen Kunstschriften nun ganz eigene kreieren!

Selbstversuch:

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Ich hab schon immer gerne Schriften entworfen, um meine Schulhefte fürs Auge attraktiver zu gestalten. Auf diesem Blatt habe ich  meine Lieblingsüberschriften sogar gesammelt.

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Für diese Schrift habe ich alle Register gezogen und mit verschiedenen Aquarellfarben bzw. FineTec Inka Gold meine Liebe zu diesen Fabelwesen zum Ausdruck gebracht.

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Die Copic Multiliner sind mit ihren verschiedenen Spitzendicken und ihrer Wasserresistenz bestens für Lettering geeignet. Das  von mir gewählte Papier weniger…Das nächste Mal wieder gescheites Aquarellpapier.

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Die zuckersüße Kaktusschrift hat es mir von Anhieb angetan. Mit ihrer Verspieltheit und liebenswerten Schrulligkeit spricht sie mich einfach an 😉 .

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Damit diese Schrift auch wirklich symmetrisch ist, habe ich mir die 5er-Einteilung vom Buch abgezeichnet. ABER ACHTUNG: Unbedingt vorher die Bleistiftstriche ausradieren, sonst schließt die Aquarellfarbe/Wasserfarbe den Bleistift ein und ist nicht mehr radierbar.

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Seht ihr die Linien in den Buchstaben? Deswegen vor dem Anmalen ausradieren…aber wie man dann so randlos Buchstaben wie im Buch hinbekommt, hat sich mir noch nicht erschlossen ^^‘

Fazit:

Ein herrliches Buch, das die Lust zum „Loslettern“ weckt und alles mitbringt, was es an Wissen und Übungsmaterial dafür braucht!