Alexander von Humboldt

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Buchdaten:

Titel: Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne
Autor: Volker Mehnert/Claudia Lieb (Illustr.)
Verlag: Gerstenberg
Format: 22 x 27 cm, Halbleinen gebunden
Seitenanzahl: 112 Seiten
Alter: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-8369-5999-5
Preis: EUR (D) 25.00 | EUR (A) 25.70 | SFr 32.50

Zum Buch:

Alexander von Humboldt – ein Name, den man sicher das eine oder andere Mal schon gehört hat. Aber wer war diese Person, und warum ist sie wichtig?
In diesem Sachbuch, das sich an interessierte Leser ab 10 Jahren richtet, begleiten wir Alexander von Kindesbeinen an, folgen ihm auf seinen Expeditionen in unwirtliche, aber aufregende Regionen der Erde (Südamerika, Russland usw.) und erleben mit ihm spektakuläre Entdeckungen, Höhen und Tiefen seines Lebens und dürfen Teil haben an seinem schier unersättlichen Wissensdurst und Forscherdrang.
Die Illustrationen von Claudia Lieb unterstreichen das Erzählte in wunderbarer Weise. Man verliert sich im endlosen Grün des südamerikanischen Regenwalds, spürt die Gefahr des aufgewühlten Ozeans und wird vom Kondor in die luftigen Höhen über den Anden getragen. Die hineingestreuten, skizzenhaften Bilder haben es mir besonders angetan.

Der Funke springt über! Nach Beendigung des Buches möchte ich sofort mehr dieser Art Wissensvermittlung kennenlernen… vielleicht sind da die wunderbaren Reisen des Marco Polo genau das Richtige für mich?

Blick ins Buch:

Abschließende Worte:

Was für ein ganz und gar herrliches Buch! So macht Wissensaneignung Spaß! Und ich will mehr davon!

Franziska Schriftzug 2

 

Eine Perle für die Prinzessin

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Buchdaten:

Buchtitel: Eine Perle für die Prinzessin – Märchen von Königskindern aus aller Welt
Autorin: Käthe Recheis
Illustratorin: Jana Walczyk
ISBN: 978-3-7074-5211-2
Verlag: G & G Kinder- u. Jugendbuch
Seitenanzahl: 112
Format: 28,7 x 21,5 x 2 cm
Lesealter: ab 4 Jahren
Preise: 24,95€ (D + A)

Zum Buch:

Als seither großer Fan von Märchen ist mir dieser Bücherschatz sofort ins Auge gesprungen. Die liebevolle Aufmachung des Covers mit Leineneinsatz, Spotlack und satinierten Flächen sieht nicht nur überragend aus, sondern fühlt sich auch so an. Sogar während des Lesens ist mir die hochwertige Beschaffenheit des Einbands aufgefallen, als ich immer wieder dieses haptische Hochgefühl des Spotlacks unter den Fingerspitzen empfand. Die Buchseiten sind von angenehmer Dicke, Schrift und Layout-Konzept treffen genau meinen Geschmack.
Die Märchenauswahl, die Käthe Recheis für diesen Band traf, ist eine ganz besondere. Mit viel Gespür und Liebe hat sie besonders interessante Märchen gefunden, von denen ich noch einige nicht kannte, beziehungsweise nur Variationen davon. Außerdem ist mein großer Liebling, Allerleihrauh, mit von der Partie, was mir außerordentlich gefällt, da man dieses Märchen, obwohl von den Gebrüdern Grimm, sonst nicht unbedingt in Sammelbänden findet. Erfreulicherweise scheint dies aber der einzige Vertreter, der Gebrüder Grimm zu sein – der Märchenmarkt ist übersättigt von dem beliebten Geschwisterpaar- , die anderen Märchen kommen wirklich aus der ganzen Welt: Polen, Schweden, Indien, China, Russland, Norwegen etc.
Die Märchen selbst wirken sanft an die Moderne angepasst, damit auch junges Volk der Geschichte folgen kann, bringt aber den Charme des Althergebrachten mit sich und traut sich die traditionellen Dreifachwiederholungen gelungen abzukürzen, um den Erzählfluss zu erhalten. Als ich das Buch erstmals in die Hand nahm, wollte ich nur kurz hineinlesen, aber tatsächlich bin ich durch die Seiten geflogen, nur innehaltend um die bezaubernden Bilder zu bewundern, und war plötzlich fertig. So wunderbar ist die Auswahl und der Rhythmus der Texte, dass man sich ganz darin verliert.
Die Illustrationen von Jana Walczyk sind von betörender Schönheit und einige Male schon fast ätherisch anmutend. Die oftmals zarten Pastelltöne werden von Texturen, Ornamenten und Mustern aufregend untermalt und die weißen Konturen bilden einen feinen Kontrast. Ihr Gespür für Farben und Nuancen klingt in den dynamischen Szenen wieder und lässt die Bilder lebendig wirken.
Mein Lieblingsbild von den Seiten 64-65 vereint verschiedene Türkis- und Blautöne zu einem stimmigen Bild. Die goldenen Konturen verleihen dem Dargestellten etwas Edles und passen wunderschön zur gewählten Farbpalette. Die Königstochter bildet Hintergrund und Fokus zugleich, da sie mit der Landschaft in der mittleren Ebene interagiert, aber riesenhaft vergrößert über den Bildrand hinausragt.  Das verstörte, weiße Wild im Vordergrund, das wegspringt, bringt Bewegung und wirkt durch die Farbentsättigung geisterhaft und surreal. Eine wunderschöne Komposition!

Blick ins Buch:

Abschließende Worte:

Dieser Märchenbuchschatz darf in keiner Liebhaberbücherei fehlen!

Ich hoffe ihr habt genauso viel Freude mit diesem Buch wie ich! Ich bin auch schon total gespannt auf die bald erscheinende Märchensammlung „Das Lächeln der Mondfee – Feenmärchen aus aller Welt“ vom gleichen Duo, das am 13. September erscheinen wird!
Liebe Grüße aus dem Lesesessel von eurer

Franziska Schriftzug 2

 

 

Fun Handlettering – Verrückte Alphabete für Kids

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-> Blick ins Buch <-

Buchdaten:

Titel: Fun Handlettering – Verrückte Alphabete für Kids
Autor: Norbert Pautner 
ISBN-13: 9783772478802
Verlag: Frechverlag
Seiten: 80
Preise: 10,30€ (A)  9,99€ (D)

Um was geht’s:

In diesem Buch lernst du interessante Hintergrundinformationen über das Lettering: Was ist der Unterschied zwischen Kalligraphie und Brush-Lettering? Wie wirken Form und Farbe der Schrift? Für was braucht man Serifen und was ist das überhaupt?
Vor allem aber lernt man einige Grundschriften kennen und schreiben bzw. zeichnen und wie man sie mit den Kunstschriften, die weiter hinten im Buch zu finden sind,  verbinden kann. Natürlich kann man die lustigen Fun-Lettering-Alphabete auch ohne Grundschriften verwenden, für den ganz großen Effekt!
Es sind etliche Übungsmöglichkeiten und Variationen enthalten, um die Schriften zu erlernen und ihnen seinen eigenen Touch zu verleihen. Natürlich findet man auch in der Doppelseite über das benötigte Material alle Informationen über die Möglichkeiten seine Alphabete zu erstellen und kolorieren. Im Einband am Ende des Buches, findet man praktische Schablonen, die einem bei den komplexeren Alphabeten gute Dienste leisten (siehe „Elfe“-Bild weiter unten – hierfür wurde die Flügel-Schablone zum Einsatz gebracht).

Kurz: Wer schon immer seine eigene Schrift konstrurieren wollte, aber noch nicht das nötige Handwerkszeug dafür hatte, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Aufbau:

Im Inhaltsverzeichnis sind die Kapitel und auch die verschiedenen Alphabete mit Mini-Vorschau abgedruckt – ausgesprochen übersichtlich!
In der Einführung „Lettering macht Spaß“ wird die Verwendungsweise des Buches erklärt: Jedes Schrift-Kapitel beinhaltet ein Anwendungsbeispiel, benötigtes Material, Tipps zur Verwendung, Kombinationsmöglichkeiten und natürlich das ganze Fun-Alphabet. Anschließend finden sich Übungsmöglichkeiten zum Nachzeichnen und ein liebevoll illustrierter Rahmen für das eigene Lettering-Projekt.
So wird mit allen Schriften verfahren. Am Schluss des Buches finden sich noch Tipps für das Erstellen der eigenen Schrift. Schließlich will der ambitionierte „Fun-Letterer“ inspiriert von so vielen tollen Kunstschriften nun ganz eigene kreieren!

Selbstversuch:

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Ich hab schon immer gerne Schriften entworfen, um meine Schulhefte fürs Auge attraktiver zu gestalten. Auf diesem Blatt habe ich  meine Lieblingsüberschriften sogar gesammelt.

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Für diese Schrift habe ich alle Register gezogen und mit verschiedenen Aquarellfarben bzw. FineTec Inka Gold meine Liebe zu diesen Fabelwesen zum Ausdruck gebracht.

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Die Copic Multiliner sind mit ihren verschiedenen Spitzendicken und ihrer Wasserresistenz bestens für Lettering geeignet. Das  von mir gewählte Papier weniger…Das nächste Mal wieder gescheites Aquarellpapier.

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Die zuckersüße Kaktusschrift hat es mir von Anhieb angetan. Mit ihrer Verspieltheit und liebenswerten Schrulligkeit spricht sie mich einfach an 😉 .

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Damit diese Schrift auch wirklich symmetrisch ist, habe ich mir die 5er-Einteilung vom Buch abgezeichnet. ABER ACHTUNG: Unbedingt vorher die Bleistiftstriche ausradieren, sonst schließt die Aquarellfarbe/Wasserfarbe den Bleistift ein und ist nicht mehr radierbar.

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Seht ihr die Linien in den Buchstaben? Deswegen vor dem Anmalen ausradieren…aber wie man dann so randlos Buchstaben wie im Buch hinbekommt, hat sich mir noch nicht erschlossen ^^‘

Fazit:

Ein herrliches Buch, das die Lust zum „Loslettern“ weckt und alles mitbringt, was es an Wissen und Übungsmaterial dafür braucht!

 

 

Buchrezension: Bookies in Love

Ich sag es euch ganz ehrlich: Seit meinem fanatischen Anfang des Häkelns in den Osterferien und danach habe ich eine vier monatige Pause gemacht. Die war ziemlich unfreiwillig, weil mich die Arbeit so in Anspruch genommen hat, dass ich oft zu gar nichts Kreativem mehr die Kraft hatte. Die letzten Wochen vor Schulende hatte ich nicht mal mehr die Muße zu kolorieren. Aber jetzt sind Sommerferien und ich hab meinen Bammel überwunden wieder anzufangen. Ich fürchtete nämlich alles wieder verlernt zu haben, aber erstens Muskelgedächtnis ist etwas ganz Tolles und zweitens habe ich wieder meinen Joker ausgespielt: Das erste Mal Häkeln nach gefühlten hundert Jahren habe ich mit dem ersten Band von den Bookies geschafft und den zweiten Wiedereinstieg nach der Pause, passender Weise mit dem zweiten Band von Jonas Matthies, den Bookies in Love (erschienen im Frechverlag):Bookies.jpg

Name: Bookies in Love
Autor: Jonas Matthies
ISBN-13: 9783772481413
Seiten: 128
Preis: 15,99€ (D) 16,50€ (A) 21,50 CHF

Zum Buch:

Das Buch ist wie sein Vorgänger aufgebaut und ausgesprochen übersichtlich. Am Anfang werden alle vertretenen Bookies vorgestellt und auch der Autor Jonas Matthies stellt sich vor (sehr sympatisch!). Man kann wählen zwischen: Einem Huhn, Schwein, Äffchen, Panda, Elefant, Schnabeltier (jaaaa! <3), Rentier, Krokodil, Hai, Eule, Pfau, Hummer und auch einigen fantastischeren Wesen wie Weihnachtsmann, Monster, Vampir, Engel und Meerjungfrau. Also hat man gewaltige 17 Stück zur Auswahl!

Jedes Bookie wird durch ein liebevolles Bild und einem Text eingeführt, danach folgen Größenangabe, Schwierigkeitsgrad und besonders praktisch: welche Garnfarben von Schachenmayr Catania verwendet wurden. Natürlich kann man nehmen was man hat, aber für so Detail-Fanaten, wie mich, ist das große Klasse!

Anschließend findet man eine wunderbare Textanleitung, die mit vielen hilfreichen Fotos bestückt ist. Sollte man beim Text mal nicht ganz folgen können, braucht man nur die Fotos studieren und schon versteht man, wie es weitergeht. Das ist besonders frustfrei und macht dadurch Laune auf mehr!

Hinten im Buch findet man die Grundanleitungen für Kopf und Augenvariationen. Gleich danach werden alle Grundtechniken erklärt, die zum Häkeln der Bookies gebraucht werden: Material, Anfangsschlinge, Luftmasche, Abkürzungen, etc., etc. auch wieder mit super Bildern ausstaffiert, sodass man wirklich mit Buch, Häkelnadel, Garn und Maschenmarkierer bewaffnet überall häkeln kann ohne zusätzlichen Nachschlagewerken oder Handy zur Not.

Hier könnt ihr selbst in das wunderbare Buch reinschmökernLeseprobe

Erfahrung:

Wer aufgepasst hat, kann sich ganz leicht zusammenreimen, welches Tierchen ich mir ausgesucht habe. Na? Ja, genau! Das Schnabeltier Schorsch! Es ist so zuckersüß und praktischerweise dem Schwierigkeitsgrad 1 zugeordnet, also super zum Wiedereinstieg. Gestern in der Früh, hab ich mich an das Projekt Schorschi gewagt und muss sagen: Juhuuu, ich habe es nicht verlernt!
Ich bin durch die gute Anleitung gleich wieder reingekommen, hab mich kurz bei Kreisrunden/Spiralrunden nicht ausgekannt, aber durch die Fotos gleich gecheckt, wie ich es machen muss. Nach kurzer Zeit war ich schon so weit:

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Vollkommen übermüdet, aber voll motiviert weiterzumachen habe ich es am Abend noch so weit geschafft:

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Ich glaube sogar fehlerfrei! (Da muss ich mich fast ein bisschen selbst loben 😉 ). Die Füßchen sind durch den losen Farbwechsel ein bisschen knifflig. Vielleicht gibt es da einen Trick, den ich noch nicht kenne, um die Fäden zu halten, aber es hat auch ohne geklappt.
Als nächstes sind dann die Augen dran und entspanntes Körperhäkeln.

Wer es darauf anlegt, kann sicher leicht ein Bookie pro Tag schaffen! Aber Akkordarbeiter war ich nie und werde es niemals werden. 😀

Fazit:

Auch der zweite Band weiß zu überzeugen und wird von mir wärmstens empfohlen!

Liebe Grüße und viel Freude am Häkeln wünscht

Franziska Schriftzug 2

 

Von Amigurumis, Bookies und Häkeln im Allgemeinen

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Uiuiui, da hab ich mir ja was aufgetan: Seit langem sammle ich auf Pinterest und Etsy Häkelmuster um sogenannte Amigurumis, also Häkeltiere und -püppchen, zu machen. Aber ehrlich gesagt hatte ich nicht die Intention diese wirklich selbst zu machen. Viel zu viel Respekt hatte ich vor der Komplexität eines solchen Projektes.
Aber durch die große Welt des Schulhandarbeitens habe ich mich genötigt Häkelnadeln zu kaufen und mal Luftmaschen anzuschlagen und dann habe ich mir gedacht, wenn ich schon Luftmaschen mache, dann könnte ich auch mal feste Maschen machen und wie es der Zufall so will, entdecke ich am gleichen Tag ein Buch: „Bookies – Tierische Lesezeichen zum Häkeln“ von Topp by Supergurumi (ISBN: 9783772481277). Und ich war Feuer und Flamme!

Einen Tag gab ich mir, um sämtliche Maschen und Sonderformen zu lernen und dann kaufte ich das Buch. Über den lokalen Garnhändler versuchte ich ähnliche Garnfarben zu besorgen, weil die im Buch angegebenen Catania von Schachenmayr bei mir in der Stadt leider nicht einzeln vorrätig sind. Aber es gibt jetzt brandneu von Schachenmayr eine Farbkarte mit Echtfäden für uns Endverbraucher zu kaufen, was den Interneteinkauf sehr transparent macht, weil man ja weiß was man kauft – genial! So lange ich allerdings auf die „echten“ Farben in Garnform warte, arbeite ich mit dem Limone Garn von Schoeller und Stahl.
Am Dienstag Morgen startete ich also mein Häkelabenteuer: Seit gut 20 Jahren hatte ich nicht mehr gehäkelt und geübt hatte ich nur mit einer unter uns gesagt ziemlich grindigen Wolle, die sich ausgesprochen leicht teilt und reißt. Und was soll ich sagen? Muskelgedächtnis ist doch was Feines! Im Nu hatte ich alle Handgriffe wieder drauf und „im Gespür“ wie Maschen auszusehen haben etc. Natürlich wurde mein erstes Bookie nicht fehlerfrei. Der Kopf sitzt schief, beim Körper ist eine Verschiebung zu sehen, die Vorderhände sind falsch und auch die Zähne verschoben und wie man in Luftmaschen einsticht ohne sich blutig hart zu tun, habe ich erst nach Beendigung des ersten Bookies wieder gelernt ^^‘
Aber ich habe ihn fertig gestellt, meinen Hannibal, und habe nur 1 1/2 Tage dafür gebraucht. Also wenn ich das kann, kannst du das sicher auch mit Leichtigkeit!
Aber jetzt endlich Prozess-Fotoooos:

Also diese Ohren, diese Ohren haben mich den letzten Nerv gekostet, weil ich ständig eine Masche bei dem ganzen Zu- und Abnehmen verloren habe, bzw. mich verzählt habe. Wie das geht kann ich mir selbst nicht ganz erklären, aber kommt Zeit kommt Rat. Alle anderen Fehler habe ich auch erforscht und habe sie ziemlich gut vermeiden können bei meinem aktuellen Bookie, das ich sofort begann, nachdem Hannibal das Licht der Welt erblickte. Ja, mein Ziel hab ich erreicht, er schaut dem Buch-Hanni doch ziemlich ähnlich:

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Die Roddey (Karotte) fehlt noch, aber ansonsten? Was sagst du?

Mit den Zähnen war ich nicht zufrieden. Die kamen mir im Vergleich zum Buch viel kleiner vor, deswegen habe ich die Mundplatte nochmal gemacht mit viel größeren Zähnen und das sieht doch viel authentischer aus:

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Wie man allerdings die Zunge so kolbenartig hinbekommt,anstatt flach, weiß ich echt nicht.

Fazit zum Buch:

Die Anleitungen sind super gemacht, leicht zu folgen und auch die Aufmachung sieht sehr hübsch aus! Somit kann ich hiermit eine aufrichtige Empfehlung aussprechen!

Fazit zum Ausflug in die Amigurumi-Welt:

Dieses „Amigurumieren“ wird, denke ich, jetzt eine richtige neue Sucht, aaaaaber und das ist das Tolle daran:

  • Man kann es überall hin mitnehmen
  • Es braucht unheimlich wenig Zeug (Häkelnadel, Garn, Stopfnadel, Schere, eventuell Anleitung – das war’s)
  • es ist wirklich kostengünstig und man kommt mit einem Garn weit (solange man Amigurumis macht, bei Pullis etc. ist das natürlich was anderes)

Deswegen freue ich mich unheimlich diesen Schritt gewagt zu haben und auf weitere Häkelabenteuer! Unentdeckte Häkelwelten ahoi!
Alles Liebe an euch da draußen

Franziska Schriftzug 2

Caran d’Ache Neocolor II

Weihnachten naht und ich wünsche mir die Neocolor 2 von Caran d’Ache. Um zu wissen, ob mir die wirklich gefallen und einen Vergleich zu haben, hab ich sie vorab testen dürfen:

Neocolor II von Caran d’Ache:

Die Neocolor II sind Farbkreiden, die sich im Auftrag wie Wachskreiden anfühlen und auch so aussehen, ABER wasservermalbar sind.

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Holzkoffer:

Die Luxusedition im Holzkasten hat 84 Farben und ist gut durchdacht in seiner Mechanik. Man kann ihn ganz leicht aufziehen, dann verhakt sich das obere Holzbrett in einer Kuhle unten und wenn man ihn schließen will, zieht man an der oberen Lade und schließt damit auch den Deckel. Das ist sehr viel angenehmer gelöst, als bei den Faber Castell Polychromos Holzkasten, weil man alle Farben sehr schön präsentiert und griffbereit hat. Ich habe meinen bei Gerstäcker im Sonderangebot bekommen und somit „nur“ 192€ bezahlt, ansonsten kostet er erheblich mehr.

Anwendung:

Da ich mit den Farben vor allem einfach mal gespielt habe, konnte ich feststellen, dass es mehrere Arten gibt diese zu verwenden und dass man sich ein bisschen einarbeiten muss.

  1. Mann kann einfach direkt aufmalen und sie wie Wachsmalkreiden verwenden (siehe Bild 1). Dann sollte man sie allerdings nicht mehr vermalen, da man sonst viel zu viel Farbpigmente verschiebt (siehe Bild 2)  oder man malt nicht mehr, sondern tupft das Wasser auf. Das habe ich in diesem tollen Video  von Colour with Claire gesehen.
  2. Man kann die Konturen direkt aufmalen und dann mit Wassertankpinsel oder normalem Pinsel und Wasser vermalen (siehe Bild 3).
  3. Man zeichnet ganz leicht das Objekt oder den Hintergrund und vermalt dann mit Wasser und Pinsel.
  4. Man kann die Farbe von der Kreidespitze mit nassem Pinsel abnehmen und aquarellieren.
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1) Wie Wachsmalkreiden verwenden.

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Technik 1) mit Wasser vermalt -> viel zu viel Farbpigmente, die ich dann verschmiert habe. Das nächste Mal probiere ich es aus, das Wasser aufzutupfen.

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Technik 2) Konturen mit Stift direkt aufmalen und Inneres mit Wasser vermalen. Man kann die Farben auch übereinander legen. Das habe ich bei den gold-türkisen Blättern im mittleren Bereich gemacht.

Es sind in der 84er-Version auch zwei Metallicfarben drin: Gold und Silber. Gold habe ich hier ausprobiert und auf den unteren grünlich erscheinenden Blättern auf Türkis mit Wasser vermalt. Dann schimmern sie:

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Neocolor II Gold

Fazit:

 

Ich bin sehr gespannt wie ich diese Farben verwenden werde. Auf jeden Fall ist ihre Wasservermalbarkeit und Farbintensität beeindruckend!
Einen schönen Sonntag!
Franziska Schriftzug 2

Schwarze Stempelkissen im Vergleich

Aus gegebenem Anlass möchte ich gerne meine Erfahrungen mit schwarzen Stempelkissen hier teilen.

Für Aquarell und Buntstifte:

Versafine Onyxblack:

+ extrem sattes Schwarz
– fasert bei Kraftpapier total aus
– gestempelte Linien eher dick
– verschmiert auf Baumwoll-Aquarellpapier
– trocknet sehr langsam
– trocknet extrem schwer auf Farbstiften (nach über 20 Stunden Trockenzeit immer noch nass an manchen Stellen)

StampinUp Archival Basic Black:

+sattes Schwarz
+zarte, gestochene Linien auf Kraftpapier, Copicpapier, Aquarellpapier
+trocknet schnell
~warmes Schwarz
– Produktion wurde eingestellt (Neeeeeeeeeeeeeein, warum nur StampinUP???)

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Auf Arches 100% Baumwolle Aquarellpapier schneidet StampinUp Archival Basic Black mit Abstand am besten ab! Wenn man mit dem Handballen bei den anderen Farben auf die gestempelten Linien kommt, hat man einen Abdruck drauf! Das ist ein absolutes No-Go und hat mir schon ein ganzes Bild zerstört.

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Versafine Onyx Black auf Kraftpapier: Linien zerfasern, das Schwarz wirkt hart und bekommt nach zwei Tagen einen gelben Rand.

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Vergleich Kraftpapier: Auch hier ist das Basic Black Archival von StampinUp eindeutig der Gewinner.

Die zwei möchte ich gerne ausprobieren, aber sind leider wieder mal ausverkauft:

Ranger Archival Ink Black:

Gina K Amalgam Ink:

Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrung damit und möchte sie uns in den Kommentaren mitteilen?

Fazit:

Ich habe StampinUp geschrieben das Archival Basic Black wieder einzuführen, aber es braucht mehr Befürworter. Wenn ihr also auch wieder dieses ultratolle Stempelkissen am Markt haben wollt, schreibt ihnen doch bitte, bitte auch! Unter:

support[Klammeraffe]stampinup[Punkt]com

Für Alkoholmarker:

Memento Tuxedo Black:

+ verschmiert nicht bei Kontakt mit Copics (Alkoholmarker)
+ verunreinigt nicht die Spitzen heller Copics
– wird von neuen Clearstamps oft schlecht angenommen (Farbe perlt ab)
– Farbe ist eher eher dunkelgrau als schwarz

My Favorite Things Extreme Black:

+ verschmiert nicht bei Kontakt mit Copics (Alkoholmarker)
+Farbe ist wirklich schwarz
+wird von neuen Clearstamps gut angenommen (Farbe perlt nicht ab)
– verunreinigt die Spitzen heller Copics

Gina K Amalgam Ink:

Möchte ich dringend ausprobieren, wurde dessen aber leider noch nicht habhaft. Ist nämlich nicht leicht zu bekommen.

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1) MFT Extreme Black Hybrid Ink Pad 2) Memento Tuxedo Black

Fazit:

Noch habe ich kein befriedigendes Stempelkissen für Alkoholmarker gefunden und hoffe bald noch Erfahrungen mit dem Gina K Amalgam Ink nachreichen zu können, die mich voll überzeugen…