ABC, die Katze lief im Schnee…

… oder so ähnlich. Wieder eine Weihnachtskarte, derer es in Zukunft wohl noch einige geben wird 😉 .

Um meine Ideen und vor allem meine Lust drauf weiterzumachen zu bündeln, habe ich höchst professionell ein Skizzenbuch angelegt, in dem ich meine Ideen zu Papier bringe:

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Drittes Bild von oben war so die Grundidee. Herausgekommen ist eine Karte, die unheimlich viele Stempelsets braucht. Aber wie heißt es so richtig? Wer hat, der kann. Und langsam hab ich richtig viel! Das war letztes Jahr zur gleichen Zeit noch nicht so und deshalb genieße ich gerade in vollen Zügen einfach „machen zu können“.
Ausgangssituation war ein zweiseitiges Kätzchen von My Favorite Things. Ich wollte, dass es durch ein Winterfenster gügselt und zwar durch ein rundes. Eckige schauen immer so hart aus. Dass noch eine Fensterscheibe da ist und Schneeflocken runterrieseln ist mir ganz am Schluss noch eingefallen, weil irgendwie etwas fehlte.

Das ist also herausgekommen:

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Bei Interesse an den verwendeten Stempeln/Materialien bitte einfach bei der Kommentar-Sektion fragen!
Ganz liebe Grüße
Franziska

Christmas Fairy Holly

Jaa, langsam, aber sicher beginnen bei mir die Weihnachtsvorbereitungen und somit auch die ersten Weihnachtskarten. Gestartet habe ich mit einer meiner Lieblingskünstlerinnen aus dem Stempelbereich: Mo Manning. Sie hat einfach Bilder da geht mir das Herz auf und obwohl sie so groß sind, sind sie auch mit Copics einfach zu colorieren. Im Frühjahr habe ich mir von Penny Black Ink den enorm süßen „Fairy Holly“ gegönnt und nur darauf gewartet ihn endlich einsetzen zu können und nun ist es soweit:

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Ich habe mich richtig ausgetobt und ganz viele Produkte verwendet, die ich im Laufe des Jahres akquiriert habe – jöh! Das ist so schön, wenn man einfach in die Vollen greifen kann und nicht wieder erst auf irgendeine Lieferung warten muss!
Der Rahmen und das Bild bestehen aus „einem Guss“. Das war vergleichsweise schwierig, aber schaffbar mit Schneidbrett, Cutter und einer sehr guten Schere. Dann kam das Kolorieren:

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Penny Black Fairy Holly

Und zwar in diesen Farben:

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Randnotiz: Für solche Farbaufstellungen sollte man am besten Copic Multiliner verwenden. Mit Bleistift, Kulli und Fineliner kann man sich allzu leicht die Copic Sketch Spitzen verderben, wenn man in deren Farbe kommt.

Dann habe ich mir Aquarellpapier wieder auf die gleiche Größe zurechtgeschnitten und einen Dunkeltürkis-Helltürkis Gradienten gemalt und gut trocknen lassen. Verwendete Farben: Daniel Smith Amazonite Genuine und Fuchsia Genuine.

Im Anschluss habe ich das My Favorite Things Snowfall Stencil verwendet, um mit der Ranger Texture Paste kleine Schneeflocken  aufzutragen. Gleich die Schablone unter fließendem Wasser abschrubben! Das Zeug geht sonst nicht mehr runter!

Damit ein Shaker draus wird, habe ich hinter Holly ein Transparentes Fenster eingebaut. Ich verwende dafür „A4 Clear Binding Covers“ (von amazon). Im Anschluss habe ich noch Foam-Klebestreifen an der Hinterseite von Hollys Rahmen angebracht und mit Kunstschnee befüllt. Häppi Schäiking!

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Verwendete Materialien:

Einen wunderschönen und entspannten Samstag wünscht euch
Franziska

So much to be joyful about… Dreamerland Crafts

Jööh, es ist so schön, wenn man merkt, dass sich was tut bei der Entwicklung von Fertigkeiten. Noch vor kurzem dachte ich, dass das Kolorieren von Stempeln mit Aquarellfarben bei mir einfach nicht schön aussieht. Tatsächlich habe ich jetzt eine andere Stempelfarbe verwendet, nämlich Brown Sugar von StampinUp, und damit schaut das Ganze viel homogener und nicht mehr so hart aus. Man kann so auch viel besser Licht und Schatten herausarbeiten und ich hab mir eine lustige Lichtsprenkel-Technik ausgedacht, die irgendwie was Magisches hat (mit weißem Buntstift und weißem Gelly Roll-Pen).
Für dieses Stempelset im Speziellen, kann ich jedem nur Masking-Paper ans Herz legen, da die Inhalte für die Holzbox viel zu groß sind, um sie einfach anzumalen, auszustanzen und dann draufzukleben, wie man es sonst gewöhnt ist. Ich hab das leider nicht gewusst und alles mal gestempelt und bemalt, um dann erst zu bemerken „He, das passt ja gar nicht rein!“. Na ja, Schaden macht klug.

Nachdem ich noch nicht weiß wie ich den Hintergrund gestalte, kommen hier mal die Hauptakteure:

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So much to be joyful about…

So, dann werd‘ ich mal kochen. Ich wünsche Euch einen wunderbaren, gemütlichen Sonntag! Liebe Grüße
Franziska

Aquarelltechniken lernen

Hallihallo!

Ein kleiner Traum wird wahr! Stephanie Pui-Mun Law, die Autorin der wunderbaren Dreamscapes Bücher, hat mich und vermutlich auch viele andere erhört und macht nun Video-Tutorials. Zugänglich sind sie über ihren Patreon-Account, aber eine Vorschau hat sie mit diesem Video ermöglicht, indem sie die Dry Brush-Technik erklärt:

Ich habe von ihr das Dreamscapes Magical Menagerie über Amazon erworben und habe viel gelernt. Hilfreich war auch ihr Tools and Supplies -Beitrag auf ihrer Blog-Seite, indem sie erklärt welche Farben, Pinsel und welches Zubehör sie verwendet.

Hier findet man ein geschriebens Tutorial (mit Bildern) zum Bild Fox Spirits.

Natürlich gibt es auch noch andere KünstlerInnen denen ich folge. Beispiele hierfür im Aquarellbereich sind:

Ich merke gerade, dass das alles Damen sind…lustig, war keine Absicht. Vielleicht findet der/die eine oder andere was Interessantes und ich würde mich freuen, wenn ihr mir was im Kommentar-Bereich darüber schreibt! Vielleicht habt ihr auch noch Tipps für andere Künstler deren Kunst ihr inspirierend oder beeindruckend findet!
Einen wunderschönen Tag wünscht euch
Franziska
P.S.: Nachdem ich die zweite Staffel von meinem hochgeschätzten Lucifer bis zum letzten Tropfen ausgekostet habe, widme ich mich nun Preacher. Bin jetzt bei der 10. Folge der ersten Staffel und wenn ich die Umgebung, in der das ganze Setting statt findet, und die Leute in einem Wort beschreiben müsste würde mir dieses dazu einfallen: abgefu***. Muss noch ein bisschen mehr schauen, um mir eine Meinung über die Serie bilden zu können.

 

Ausprobiert: Aquarell

Meine frühen Erfahrungen mit Aquarell haben mich nicht gerade dazu inspiriert diesem Medium einen größeren Raum in meinem Leben einzuräumen. Stattdessen habe ich mich länger mit Gouache beschäftigt, weil ich herausbekommen habe, dass der Diddl-Zeichner und Erfinder Thomas Goletz seinem Mäuse-Star mit diesen Farben Leben einhaucht und Diddl finde ich auch heute noch einfach großartig (zumindest so wie er vor 15 Jahren gemalt wurde). Aber bei den Gouachefarben habe ich mir gleich welche vom Künstlerbedarf zugelegt und nicht erst den Umweg über Kinderkram gemacht, wie es damals bei den Aquarellfarben der Fall war und wie gesagt jäh diese Reise beendet hat. Das ist aber auch schon lange her, 14 Jahre.
Beruflich bedingt musste ich aber jüngst wieder mit Wasserfarben arbeiten, aber da mir die minderwertige Pigmentierung von den Kinderfarbkästen so widerstrebt, habe ich mich für ein Experiment entschieden und mir ein paar Basic-Farben von Schmincke Horadam besorgt. Ich war sehr erstaunt wie farbintensiv diese Künstlerfarben sind und wie viele Spielarten sie eröffnen. Meine Erfahrungen mit Gouache haben mir da gute Dienste geleistet und es war schön so leicht in Aquarell hineinzufinden. Versteht mich bitte nicht falsch, Profi bin ich wahrlich keiner, aber Spaß macht es, weil es mir leicht von der Hand geht. Und das hat mich sehr überrascht. Gouache-Techniken kann man weitgehend einfach auf Aquarell umsetzen, wenn auch nicht mit den gleichen Ergebnissen (Gouache deckt mehr, ist im Auftrag irgendwie „kreidiger“). Aquarell kann man ätherisch auftragen, aber auch hochintensiv – steuerbar durch der Menge an Wasser und Gefühl.
Angetrieben von meiner Unzufriedenheit, dass Schmincke Horadams Kobalttürkis einen Tick zu bläulich ist, habe ich mich Winsor & Newtons Professional Water Colour (Achtung: Es gibt auch noch eine Studentenversion, die günstiger ist und andere Farben hat!) zugewendet, da die exakt „mein“ Türkis als Acryl-Version hatten. Tatsächlich hatten sie nicht nur das perfekte Türkis, sondern auch noch wunderschöne andere Farbtöne, weshalb ich eine Farbkarte mit Original Proben von ihnen besorgte.

Dieses Konzept hat mir so gut gefallen, ich steh auf Farbkarten, dass ich mir die von Schmincke Horadam und von Daniel Smith Extra Fine Watercolor auch noch zu Eigen gemacht habe. Die bieten nämlich was sehr Lustiges an:  Dot Cards. Da werden von den Originalfarben Punkte aufgetragen und man kann sie selbst vermalen:

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Bei der von Schmincke sind die Punkte sehr klein, aber bei der von Daniel Smith sind die Punkte teils so gehaltvoll/groß, dass ich die Farben auf einer eigenen Farbchart mit dickerem Papier und zum tatsächlichen Malen verwenden konnte – Daumen hoch!

Daniel Smith Extra Fine Watercolor gibt es nur in Tuben und viele Farben sind nur als 15ml-Tube verfügbar, was deutlich ins Geld geht. Wem Letzteres nicht so viel ausmacht, aber trotzdem Näpfchen bevorzugt, für den gibt es eine praktikable Lösung. Ich hab leere Näpfchen gekauft und einfach die Farbe hineingedrückt und trocknen lassen. Geht wunderbar!
Von Daniel Smith gibt es 240 verschiedene Farbtöne. Darunter auch schimmernde, zweifarbig schimmernde (=Duochrome) und sogar eines mit Glitzer (Pearlescent Shimmer). Da ich aber die Finetec-Paletten habe, brauche ich die nicht mehr.

Schmincke Horadam sind in 140 Farbtönen verfügbar. Als 1/2 und ganze Näpfchen, 5-ml- und 15-ml-Tube. Fragt mich aber bitte nicht, ob es alle Farben in allen Größen und Versionen gibt. Der große Vorteil von den Horadam ist, dass es sie im deutschsprachigen Raum in fast jedem Künstlerbedarf gibt, was bei den anderen zwei Firmen nicht der Fall ist – leider.

Winsor & Newtons Professional Water Colour sind in 96 Tönen verfügbar. Und zwar in den Versionen:  5-ml-, 14-ml- und 37-ml-Tuben, in halben und ganzen Näpfchen und in Porzellan-Jumbo-Näpfen (Farboberfläche: 60 x 40 mm). Hier weiß ich aber, dass es gewisse Farben nur als 1/2 Näpfchen und Tube gibt. Leider steht in keiner der Farbkarten drin welche Farben es nur in welcher Version gibt – das ist nervig und führt zu Missverständnissen beim Suchen in Geschäften und Bestellen im Internet.

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Fazit: Vorab: Natürlich bin ich nur ein Dilettant, der sich nicht auch nur ansatzweise einer Schulung für diese Profifarben unterzogen hat. Deswegen kann ich nur für meinen Anspruch beurteilen.
Nach einigem Testen aller drei Firmen bin ich mit allen echt zufrieden. Farbintensiv, außer die Spezialfarbtöne wie Potter’s Pink, die einfach so blass gehören, schöner Auftrag; kurz: Es macht unheimlich Freude mit den Farben zu arbeiten! Und plötzlich wollte ich wieder selbst zeichnen, anstatt zu stempeln. Das ist ein lustiger Nebeneffekt. Mit zarten Bleistift-Linien sieht „Wasserfarbe“ noch vieeel schöner aus!

Was dabei herauskam:

Liebe Grüße
Franziska

Tipp: Ich habe mir nun einfach aus allen drei Firmen meine Lieblinge herausgesucht und eine Custom-made-Palette erstellt. Da die ganzen Näpfchen bei Schmincke, Winsor&Newton und die leeren, die ich gekauft habe, alle gleich groß sind, passen die in den Schmincke Leerkasten hinein. Extrem praktisch! So hab ich es am allerliebsten: Einfach überall das für einen Passende herauspicken und was ganz Eigenes draus „basteln“.

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